LTE Tipps – Das hilfreiche LTE Infoportal

Auf LTE Tipps werden interessierte Internetnutzer umfassend über das mobile Highspeed Internet „LTE“ informiert.

Einführung: LTE, 4G, 3G, 3GPP, UMTS, NGMN – wie gehören diese Begriffe zusammen?

Die drei Buchstaben LTE stehen für „Long Term Evolution“ (Langzeit-Entwicklung). Gemeinhin beschreiben sie einen neuen Mobilfunkstandard, der es möglich machen soll, wesentlich schneller als bisher über mobile Endgeräte im Internet zu surfen. Oft wird dieser neue Standard auch als 4G (vierte Generation) bezeichnet und drückt damit aus, dass LTE der Nachfolger des bisher gängigen 3G-Standards ist, der auch als UMTS (Universal Mobile Telecommunications System). In Ermangelung einer einheitlichen Bezeichnung wird LTE von manchen Anbietern jedoch auch als Super 3G oder 3GPP Long Term Evolution bezeichnet. Es gibt noch weitere Bezeichnungen, die jedoch nicht sehr verbreitet sind. Langfristig dürfte sich 4G durchsetzen.

Die Entwicklung und Standardisierung von LTE (4G) begann im Jahr 2005, als das Third Generation Partnership Gremium (3GPP: Telekommunikationsvertreter aus der ganzen Welt sind beteiligt) beschloss, das sogenannte Next Generation Mobile Network (NGMN, damit ist der LTE-Standard gemeint) aktiv zu fördern. Hintergrund der Entscheidung, war die Erkenntnis, dass man über das mobile Internet wesentlich höhere Datenaustauschgeschwindigkeiten erreichen kann als sie der bisherige UMTS-Standard zu leisten vermag. Während UMTS (oder 3G) eine Download-Rate von 384 Kilobyte pro Sekunde ermöglicht, leistet LTE bis zu 100 Megabyte pro Sekunde und bewegt sich damit auf A-VDSL-Niveau. Vereinfacht ausgedrückt ist LTE oder 4G also ein Weg, um wesentlich schneller als bisher mit einem mobilen Endgerät im Netz zu surfen.

Die neuen Möglichkeiten von LTE

Dadurch eröffnet sich den Benutzern von LTE eine Fülle neuer Möglichkeiten. Mit dem Standard ist es möglich, ständig mit dem Internet verbunden zu bleiben („always on“), dies bedeutet, Internetfernsehen (IPTV) wird auf diese Weise beispielsweise auch auf mobilen Endgeräten im gesamten Empfangsbereich von 4G in hoher Qualität möglich sein. Ein klassischer (V-)DSL-Anschluss könnte überflüssig werden, da die meisten Haushalte ohnehin über einen Computer und ein internetfähiges mobiles Endgerät (Smartphone) verfügen, was künftig im dem Computer verbunden und als Modem fungieren dürfte ohne dass dies einen Qualitätsverlust für die Benutzer bedeutet. LTE dürfte insgesamt eine ähnliche Revolution bedeuten, wie es UMTS getan hat.

LTE in Deutschland: Tipps, Tarife und Verbreitung

4G ist seit 2010 kommerziell einsetzbar. Die Vorreiterrolle dafür übernahmen einmal mehr die USA. In Deutschland erlebte LTE im April 2011 seinen Durchbruch, wobei sich die Bundesrepublik seitdem in einer Art von Testphase befindet, die noch bis 2012 andauern sollte. Vodafone und die deutsche Telekom brachten den neuen Standard als erste Unternehmen auf den Markt, boten ihn anfangs aber nur in den ländlichen Gegenden an, in denen keine schnellen DSL-Anschlüsse verfügbar sind. Die Entscheidung war aus mehreren Gründen sinnvoll: Zum einen konnte man auf diese Weise die „weißen Flecken“ auf der DSL-Landkarte beseitigen, zum anderen fand man auf diese Weise einen Kundenstamm, der bereit ist, für schnelles Internet einen größeren monatlichen Betrag auszugeben.

LTE ist aus mehreren Gründen bisher teurer als seine Vorgänger: Zum einen handelt es sich um den Startpreis, der bei einer neuen Technologie immer teurer ist, denn die Investitionskosten müssen wieder eingenommen werden, außerdem herrscht noch nicht genügend Wettbewerb, um durch ihn Preisdruck zu erzeugen. Zum anderen muss bei LTE eine Sperre wegfallen, die beim UMTS-System bestand: Um eine Überlastung des Netzwerkes zu verhindern, wurde bisher die Surfgeschwindigkeit ab Erreichen eines bestimmten Datenvolumens im Monat gedrosselt. Diese Grenze liegt je nach Anbieter meist zwischen 200 Megabyte und einem Gigabyte. Mit dem ultraschnellen 4G-Standard sind diese Grenzen nicht aufrechtzuerhalten, denn sie würden sofort erreicht. Zukünftig wird man deshalb auch im mobilen Internet eine „normale Flatrate“ ordern, deren Preis mit zunehmender Netzabdeckung und größer werdender Konkurrenz unter die Kosten für DSL 16000 sinken dürfte, um mehr Menschen davon zu überzeugen, ihren alten Anschluss aufzugeben und nur auf LTE zu setzen.